Wie Heise online gestern abend berichtet, sind derzeit E-Mails im Umlauf,in denen der Beitragsservice (aka GEZ) mit der Zwangsvollstreckung angeblich offener Beitragsforderungen droht.

Diese Mails sind Spam, der Anhang enthält einen Trojaner!

Falls Sie den Anhang versehentlich geöffnet haben und die Makros ausgeführt haben (was auf den meisten Computern nach dem Öffnen einen zusätzlichen Schritt erfordert), trennen Sie am besten den Computer vom Internet und untersuchen ihn auf Malware.

Dazu noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen von uns:
Der Beitragsservice verschickt seine Bescheide, Mahnungen und Vollstreckungsandrohungen niemals per E-Mail sondern immer auf Papier per Briefpost.

Für Beitragsbescheide ist wie für alle behördlichen Bescheide gesetzlich vorgesehen, dass sie auf Papier verschickt werden. Ausnahmsweise wäre auch ein Versand per De-Mail zulässig (wenn der Empfänger ein De-Mail Postfach unterhält und dem Empfang von Bescheiden zugestimmt hat), jedoch nicht per einfacher E-Mail. Auch Mahnungen und Vollstreckungsandrohungen werden nicht per E-Mail verschickt, auch wenn dies gesetzlich nicht explizit ausgeschlossen ist.

Außer den von Heise genannten Unstimmigkeiten fällt in der dort wiedergegebenen Mail auch noch auf, dass die Anrede unpersönlich ist, die Beitragsnummer nicht angegeben wird, und der falsche Fachbegriff „Gebührenbescheide“ (richtig wäre „Beitragsbescheide“) verwendet wird. Außerdem weicht der Sprachstil der Mail von dem üblichen „GEZ-Sprachstil“ deutlich ab.

In diesem Zusammenhang sei auch vor gefälschten Zahlungsaufforderungen per Post gewarnt.

Falls Sie eine(n) echte(n) Beitragsbescheid / Mahnung / Zahlungsaufforderung / Vollstreckungsandrohung erhalten und diese(n) für unrechtmäßig halten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.